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Zellerndorf. Fleischhacker-Marterl, 1679 - Barock | by alexander.szep
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Zellerndorf. Fleischhacker-Marterl, 1679 - Barock

Wenn man durch Zellerndorf auf der Pulkautaler Strasse (B45) stadtauswärts fährt steht an der Abzweigung zur bekannten Kellerstrasse "Maulavern" dieser Bildstock aus Sandstein, ein Pestkreuz. Es hat einen quadratischen Querschnitt und steht auf einem soliden Betonsockel. Auf ihm ein stark gefaster Schaft mit einem etwas höheren Kapitell. Auf der Vorderseite des Kapitells das Symbol früher Fleischerinnungen - eine "Braxe". In ihr das Monogramm: TWII. Darüber eine schwach lesbare Textgravur eine Namens und ein Stiftungsjahr: das Pestjahr 1679. Auf dem Kapitell eine mehrstufige, gekehlte barocke Kragenplatte mit einem schlanken, hohen quaderförmigen Volltabernakel. Er hat an allen vier Seiten bogige Flachnischen mit Zwickel an den oberen Ecken. Auf der Vorderseite der Nische ist die Gravur des Hl.Rochus klar zu erkennen, links und rechts in den Nischen der Hl. Sebastian und die Hl.Rosalia - alle Relieffiguren sind die wichtigsten Pestheiligen. Am Tabernakel eine gekehlte Dachplatte mit einem grossen Steinkreuz mit Ankerenden darauf. Im Kreuz die Gravur des griechischen Christusmonogrammes: IHS. Darunter das Herz-Jesu-Symbol. Das Marterl ist von einem Fleischer des Ortes als Dank für die Erlöschung der Pest errichtet worden. Direkt am Kreuz vorbei, Richtung Dietmannsdorf, beginnt die Kellergasse von Zellerndorf: Maulavern. Das Kreuz ist fast 340 Jahre alt.

 

Standort: GPS 48.694100 - 15.952528

Denkmalschutz-OID 1506 nach § 2a

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Taken on August 29, 2019