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Zellerndorf. Pieta, 1714 - Barock | by alexander.szep
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Zellerndorf. Pieta, 1714 - Barock

Weit ausserhalb der Marktgemeinde Zellerndorf steht in den Weinbergen der Kellergasse, an der L 1056 nach Pillersdorf, diese etwa 4,5m hohe Figurensäule aus Sandstein. Sie wird örtlich "Geisler-Kreuz" genannt. Sie ruht in 268m SH am Wartberg im Ried "Altenburgen", gegenüber den alten Granitsteinbrüchen des Ortes, auf einem mächtigen neu errichteten Grundfundament. Auf diesen ein rechteckiger Sockelstein der nach obenhin mehrfach getreppt ist. Am Sockel ein quaderförmiges Postament das an der Vorderseite in einer rechteckigen genuteten Kartusche eine Stifterinschrift zeigt: "1714 HAT DISES CREIZ AVFSETZEN LASEN MAGTALENA SCHWARZMANIN". An der linken Seite eine tiefere Rundbogennische mit eingezogenen Ecken. Oberhalb in ihr ist ein schönes Halbrelief des Apostel Philippus mit einem Kreuzstab zu sehen. In der rechten Rundbogennische ein Halbrelief des Apostel Jakobus, Patron der Wallfahrer, mit Wanderstab und Jakobsmuscheln. Beide Aposteln sind die Kirchenpatrone der Kirche von Zellerndorf. In der rückwärtigen Nische ein Halbrelief der liegenden Hl.Rosalia in ihrer Grotte, einer Pestheiligen. Am Postament eine hohe überkragende Deckplatte die unterhalb mehrfach getreppt und gekehlt ist. Auf der Deckplatte ein Säulensockel auf dem eine einfache toskanische Säule sich befindet. Sie hat unterhalb einen Basalring und oberhalb einen leicht getreppten Halsring. Auf der Säule ein quadratischer nach untenhin mehrfach getreppter Figurensockel auf dem die Figurengruppe einer Pieta nach der Kreuzabnahme sich befindet. Sie zeigt die trauernde Hl.Maria die zum Himmel blickt und auf ihren Knien ihren toten Sohn Jesus Christus liebevoll hält. Die Statue wurde 2018 komplett von der Gemeinde restauriert. Die Mariensäule wurde zu ihrer Errichtungszeit 1714 an einer Kreuzung errichtet die nach Pillersdorf und Schrattenthal führte die es heute nicht mehr gibt. Sie wurde im Andenken an die 124 Pesttoten von Zellerndorf (Pestperiode 1712/1713) von Magdalena Schwarzman 1714 gestiftet und aufgerichtet. Die sehenswerte Säule ist im Sommer von vorne schlecht zu fotografieren da sie in einer dichten schattigen Baumallee steht. Ursprünglich hatte die Figurengruppe einen schön verzierten Baldachin mit einem Doppelkreuz oberhalb und Spiralverzierungen - ähnlich wie die andere Pieta in Zellerndorf aus 1712 (voriges Bild im Album) - siehe kleines Bild rechts unten. Auch die Säule unterhalb war etwa kürzer und stand auf einem breiteren Postament an dessen Vorderseite war eine breite viereckige Kartusche mit eingezogeenen Ecken zu sehen. In dieser Kartusche war ein Relief der liegenden Hl.Rosalia einer Pestheiligen. Das bedeutet, dass die Säule und das Postament komplett erneuert wurde, ebenso die Reliefs darin. (N)

 

Standort: GPS 48.704784 - 15.947758

Denkmalschutz OID 1494 nach § 2a

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Taken on June 3, 2020