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Image from page 508 of "Anthropogenie; oder, Entwickelungs-geschichte des Menschen" (1910) | by Internet Archive Book Images
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Image from page 508 of "Anthropogenie; oder, Entwickelungs-geschichte des Menschen" (1910)

Title: Anthropogenie; oder, Entwickelungs-geschichte des Menschen

Identifier: anthropogenieod02haec

Year: 1910 (1910s)

Authors: Haeckel, Ernst, 1834-1919

Subjects: Evolution; Embryology, Human; Anatomy, Comparative; Human beings

Publisher: Leipzig, W. Engelmann

Contributing Library: Smithsonian Libraries

Digitizing Sponsor: Biodiversity Heritage Library

 

 

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Text Appearing Before Image:

XXIX. Kopulationsorgane. Geschlechtsglied (Phallus). 901 äußeren Geschlechtsorgane [Genitalia, Taf. XXX). Zuerst erhebt sich am vorderen Umfang der Kloakenöffnung ein kegel- förmiges Wärzchen, der Geschlechtshöcker (Phallus, Fig. 497 A, e, B, e\ Fig. $00 gh, 501—504/)). An der Spitze ist derselbe kolbig angeschwollen („Eichel", Glans). An seiner unteren Seite zeigt sich eine Furche, die Geschlechtsrinne (Sulcus genitalis, f) und beiderseits derselben eine Hautfalte, der „Geschlechtswulst" (Tortts genitalis, hl). Der Geschlechtshöcker oder Phallus ist das vorzüglichste Organ des „Geschlechtssinnes" (S. 732); auf ihm breiten sich die Geschlechtsnerven (Nervi pudendi) aus, welche vorzugsweise die spezifischen Geschlechtsempfindungen oder „Wollustgefühle" vermitteln. Indem sich im männlichen Phallus durch eigentümliche Blutgefäßumbildungen Schwellkörper (Corpora cavernosä) entwickeln, wird derselbe zeitweise fähig, durch starken Blutzufluß anzuschwellen, in die weibliche Scheide einzudringen und als ein steifes Kopulationsorgan die Begattung zu vermitteln. Beim Manne entwickelt sich der Phallus zur männ- lichen „Rute" (Penis, Fig. 497 D, e); beim Weibe zu dem viel kleineren „Kitzier" (Clitoris, Fig. 497 C, e); dieser wird nur bei einigen Affen (Ateles) ungewöhnlich groß. Auch eine „Vorhaut" (Praeputium) entwickelt sich als schützende Hautfalte am vorderen Umfang des Phallus bei beiden Geschlechtern. Fig. 498. Aeußere Geschlechts- organe des entwickelten Weibes. (Nach Gegenbaur) Die großen Scham- lippen {lg) und die kleinen Schamlippen {Ik) sind auseinander gelegt. Im freien Scheiden-Eingang (e) ist hinten (unten) das Jungfernhäutchen sichtbar (Hymen, h), darüber die Mündung der Harnröhre [ti). Vorn (oben) die Eichel des Kitzlers (Clitoris, ]i) mit seiner Vorhaut (Praepu- tium, p) und seinem Frenulum {f).

 

Text Appearing After Image:

Das äußere Geschlechtsglied (Phallus) zeigt innerhalb der Säugetierklasse eine große Mannigfaltigkeit der Entwickelung, sowohl in Bezug auf Größe und Gestalt, als auf Differenzierung und Struktur der einzelnen Teile; das gilt namentlich von dem terminalen Stück des Phallus, der Eichel (Glans), und zwar ebenso von der größeren Glans penis des Männchens, wie von der klei- neren Glans clitoridis des Weibchens. Der Teil der Kloake, aus

 

 

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