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An Stelle des heutigen Ballhauses Watzke an der Kötzschenbroder Straße 1 entstand 1804 das erste Gebäude außerhalb des Micktener Dorfkerns. Das Haus gehörte dem Häusler Johann Gottlob Dietzen, der hier eine Branntweindestillerie einrichtete. Die erhoffte Schankgenehmigung blieb ihm jedoch verwehrt, so dass er 1811 sein Haus an den Brauer Gottlob Wilhelm Hübel verkaufen musste. Dieser bekam 1814 eine Konzession zum Bierausschank und richtete auf dem Grundstück eine Gaststätte ein.

 

1838 wurde die Gastwirtschaft an Carl Joseph Watzke verkauft, dem sie ihren Namen verdankt. ”Watzkes Bier- und Gartenrestaurant” blieb auch später im Familienbesitz und wurde mehrfach erweitert. Nach Abbruch des alten Hauses entstand 1897/98 der heutige Bau mit dem großem Ballsaal im Obergeschoss. Architekt des Gebäudes war Benno Hübel, die Deckenmalerei im Saal stammt von Emil Schulz. Das Ballhaus Watzke blieb bis zum Zweiten Weltkrieg wichtigstes Tanz- und Vergnügungslokal der Umgebung und wurde gern von den Arbeitern der angrenzenden Wohnviertel besucht. Während des Ersten und Zweiten Weltkrieges dienten die Räume zeitweise als Soldatenquartier.

 

Da im zerstörten Dresden in der Nachkriegszeit Mangel an geeigneten Räumlichkeiten war, zog 1946 ein Varieté in das Ballhaus ein. Einige Jahre wurde der Gaststättenbetrieb noch aufrecht erhalten, bevor das Ballhaus Watzke im Jahr 1950 geschlossen wurde. Viele Jahre diente das Gebäude nun als Lager der HO. Erst 1993/96 erfolgte eine umfassende Rekonstruktion des Hauses. Dabei wurde der historische Saal weitgehend originalgetreu wieder hergerichtet. Er wird heute für vielfältige Veranstaltungen genutzt. Im Erdgeschoss entstand eine Gasthausbrauerei, die eigenes Bier produziert, welches nur hier ausgeschenkt wird. Zum Gasthaus gehört auch ein Biergarten unmittelbar am Elbufer.

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Taken on December 26, 2010